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Neues von Air Liquide

Innovativer Vorratsschutz - auch für Dinkel und Bio-Getreide

Mittwoch 08 Mai 15:58 - Lebensmittel

Air Liquide hat zusammen mit dem Anlagenbauer Natura Foodtec eine neuartige Anlage zur Druckentwesung bei der Mühle Kottmann in Grevenbroich umgesetzt - somit können die Vorratsgüter dort jetzt effizient und umweltschonend von möglichen Schädlingen befreit werden.

Das familiengeführte Unternehmen Kottmann besteht nunmehr seit fünf Generationen. Tradition und Innovation werden groß geschrieben. Einen besonderen Stellenwert in der Produktion hat – neben der konventionellen Herstellung aller gängigen Typenmehle für Handwerk und Industrie – die Spezialvermahlung von Dinkel und Bio-Getreide. Als eine der letzten Mittelmühlen Westdeutschlands, ist die Mühle-Kottmann seit 1990 zu einem der größten Verarbeiter von Bio-Getreide in Deutschland gewachsen.  

Gestiegene Qualitäts- und Hygienestandards

Das Bewusstsein für qualitativ hochwertige Nahrung ist so hoch wie lange nicht mehr. Lebensmittel sollen frisch, gesund und hochwertig sein – und gut schmecken. Somit sind auch die Qualitäts- und Hygienestandards in der Food-Branche zurecht merklich gestiegen. Um allen Faktoren gleichermaßen gerecht zu werden, wird ein Vorratsschutz vorausgesetzt, der Produktverluste durch Schädlingsbefall minimiert und ohne toxische Gase auskommt.

Begehrtes Vorratsgut für Mensch und Schädling

Getreide, Tee, Kaffee, Reis oder fetthaltige Samen wie Nüsse, Sonnenblumenkerne und Leinsaat gehören zu beliebten Vorratsgütern, die häufig mehr oder weniger stark von Schadinsekten wie Motten und Käfern heimgesucht werden. Das führt zu erheblichen Produktverlusten. Und ist auch ein hygienisches Problem: Denn durch Schädlingsbefall können Krankheitserreger auf den Menschen übertragen werden.

Der Vorgang der Druckentwesung

Air Liquide bietet ein Verfahren an, mit dem Vorratsgüter effizient und umweltschonend von Schädlingen befreit werden können.

Das zu behandelnde Vorratsgut - also zum Beispiel Getreide - wird in eine Druckkammer gefüllt.

Anschließend wird die Kammer mit CO2 gespült und der Druck in der Kammer bis auf 30 bar erhöht. Nach einer Einwirkzeit von wenigen Stunden wird der Druck in der Kammer schlagartig entlastet. Schädlinge wie z.B. die Dörrobstmotte, der Reismehlkäfer oder der Kornkäfer werden in allen Entwicklungsstadien sicher abgetötet.

ALIGAL 2 ist der Markenname der Air Liquide für Kohlendioxid in Lebensmittelqualität und entspricht der Reinheitsspezifikation gemäß der Verordnung für Lebensmittelzusatzstoffe.

“Die Druckentwesung mit Kohlendioxid gilt als rückstandsfreie Variante der Schädlingsbekämpfung. Kohlendioxid ist eines der wenigen Vorratsschutzgase, die auch für die Behandlung von Bio-Rohstoffen zugelassen ist”,

so Ansgar Rinklake, Market Manager bei Air Liquide.

“Wir verwenden im übrigen nur Kohlendioxid, welches als ‘Abfallgas’ bei Prozessen - vorwiegend in der chemischen Industrie, wie z.B. bei der Produktion von Kunstdünger - anfällt. Eine sinnvolle Zweitverwendung also.”

Neue Anlagentechnik reduziert Carbon Footprint

Natura Foodtec, ein niederländischer Anlagenbauer für die Lebenmittelindustrie, verfügt über langjähriges und international geschätztes Know-how, bei dem Bau von Anlagen, die mit hohen Drücken arbeiten. Bei der neu entwickelte Druckentwesungsanlage kann der  Verbrauch von Kohlendioxid um bis zu 80% reduziert werden.

Ansgar Rinklake:

“Dadurch werden die Verbrauchskosten und der Carbon Footprint nochmals erheblich gesenkt. Die Einsparung wird durch ein ausgeklügeltes Speichersystem erreicht.”

Tags: Produktion Lösung