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Schutzausrüstung von morgen

Sie sind unauffällig und gespickt mit Sensoren: Wearables. Also kleine Computer, die am Körper getragen werden. Sie dienen uns als ständig verfügbare Schnittstelle in die digitale Welt. Kann man die kleinen Helfer auch als Schutzausrüstung einsetzen? Man kann. Air Liquide-Mitarbeiter in Frankreich arbeiten schon daran!


 

Was sind Wearables?

Die Geschichte der Wearables ist noch nicht lang. Erst seit wenigen Jahren halten die Geräte Einzug in unser Leben. Dennoch: Viele Menschen kennen den Begriff Wearable noch nicht - wenngleich sie diese auch schon nutzen.

Wearables sind so klein, dass sie als Armband oder Brille getragen werden können. Sie erledigen dabei aber extrem smarte Dienste. Und sind oftmals direkt mit dem Internet verbunden.
 

Wearables im Alltag:  

Gesundheit

Wearables können genutzt werden, um Parameter, wie zum Beispiel die Herzfrequenz oder die zurückgelegten Schritte aufzuzeichnen. So hat man die  eigene Gesundheit im Blick. Darüber hinaus animieren die zugehörigen Apps den Träger eines Wearables zu mehr Bewegung.

Lifestyle

Unterwegs schnell die neuesten WhatsApp-Nachrichten auf der Armbanduhr checken, sich mit Freunden verabreden und mit der neuen App direkt nach einer Bar in der Umgebung suchen: Wearables bieten unbegrenzte Lifestyle-Möglichkeiten.

Fitness

Die morgendliche Joggingrunde per Smartwatch tracken. Ernährungsdaten werden in die App des Fitness-Armbands eingetragen. Keine Frage: Das Wearable hilft  bei einer guten Fitness.

 

Science fiction oder Realität? Aus dem Ideenlabor …

Warum also nicht die neuen Möglichkeiten auch zum Thema Arbeitssicherheit nutzen? Air Liquide, die französische Baugesellschaft Bouygues Construction, CEA tech  und das Umwelttechnik-Unternehmen SUEZ S.A. haben in einem gemeinsam eingerichteten Innovations-Labor im französischen Grenoble erstes Online-Equipment für mehr Arbeitssicherheit entwickelt.

Zwei Jahre dauerten die Entwicklungen. Vor kurzem stellten die Forscher eines ihrer Ergebnisse vor: die erste Online-Manschette. Quasi einen tragbaren Terminal, der am Unterarm getragen wird. Als Ergänzung zu einer persönlichen Schutzausrüstung, wie Helm, Sicherheitsschuhen oder Ähnlichem.

Foto: Air Liquide

 

Was kann man damit machen?

  • Informationen abrufen
  • Sich leiten lassen
  • Unterstützung in Echtzeit anfordern
     

Und zwar wetterunabhängig!

Und: Die Hände bleiben frei. So können notwendige Arbeiten ohne Beeinträchtigung durchgeführt werden.
Das Ergebnis: Die Palette der normalen Schutzausrüstung wird ergänzt um die Dimension der Online-Nutzung.

Die Einsatzgebiete?

Bei Air Liquide: in der Produktion und in vielen anderen operativen Bereichen
Bei Bouygues: auf Baustellen
Bei SUEZ: Beim Sammeln und Trennen von Abfällen

Wie geht’s weiter?

Eine Pilotphase mit der Manschette ist erfolgreich abgeschlossen. Erste Tests mit Mitarbeitern der Partnerunternehmen waren erfolgreich. Derzeit werden die Spezifikationen für die Beauftragung der Serienproduktion zusammengestellt. Schließlich kommt es hier ja auf Vieles an: Robustheit, Design, Sichtbarkeit und Kosten.

Ein bisschen Science fiction ist bei dem Ganzen doch dabei … die Forscher haben noch weitere vernetzte Dinge im Köcher:

  • eine Jacke, auf der nicht nur Sicherheitswarnungen aufleuchten können, sondern die über Sensoren auch die Umgebungsluft analysiert und die Träger so vor Gefahren warnen und schützen kann.
  • Eine mit einer Kamera ausgerüstete Brille
  • sowie Sicherheitsstiefel mit einer "Online-Sohle" zur Geolokalisierung