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So sparen Sie Energie beim CO2-Verdampfen

Die Getränke- und Lebensmittelindustrie ist einer der Hauptabnehmer von Kohlendioxid (CO2). Im Produktionskreislauf entsteht durch das notwendige Verdampfen Kälteenergie, die oft ungenutzt an die Umgebung abgegeben wird. Ein innovatives Konzept des Gasherstellers Air Liquide setzt genau an diesem Punkt an und eröffnet der Industrie einen neuen, nachhaltigen Weg, um Energie und Kosten einzusparen.

Produktion, Lagerung und Verwendung
Wie auch immer CO2 gewonnen wird – aus unterirdischen Quellen, als Nebenprodukt von Fermentationsprozessen oder als Beiprodukt chemischer Produktionsprozesse – das Rohgas muss durch verschiedene Aufbereitungsschritte nachgereinigt und anschließend tiefkalt verflüssigt werden, um es transportieren und zu lagern zu können. Um das gelagerte Kohlendioxid dann wiederum für die Produktion nutzen zu können, muss es jedoch in gasförmiger Form vorliegen – also verdampft werden. Dabei entsteht Kälteenergie, für die bisher keine Verwendung besteht. Ein neues Konzept von Air Liquide setzt bei diesem ungenutzten Potenzial an und ermöglicht damit beachtenswerte Energieeinsparungen.


Die Idee – Recycling von Kälteenergie
Die Spezialisten von Air Liquide haben ein Konzept entwickelt, um die beim Verdampfen des flüssigen CO2 entstehende Kälteenergie zurückzugewinnen und zur Kühlung anderer Elemente innerhalb des Produktionskreislaufs zu nutzen. Hierzu wird das flüssige Kohlendioxid über einen speziell ausgelegten Wärmetauscher geschickt und die Kälteenergie an ein zu kühlendes Medium abgegeben. Dieses Medium kann zum Beispiel Wasser oder ein Glycol-Wassergemisch sein, wie es in üblichen Kälteanlagen eingesetzt wird. Eine Verdampfung von 100 kg CO2 pro Stunde entspricht einer Kälteleistung von etwa 10 KW.


Anwendungsfelder und Individualisierung
Das Konzept kann an vielen Stellen individuell angepasst und in bestehende Anlagen integriert werden – für Industriebetriebe ein echter Mehrwert im Wettbewerb. Das Verfahren kann überall dort eingesetzt werden, wo große Mengen tiefkalt verflüssigter Gase eingesetzt werden. Eine Analyse von Air Liquide zeigt zunächst die Potenziale auf. Das Verfahren ist dabei nicht auf Kohlendioxid beschränkt, auch die Kälte von Stickstoff kann wieder genutzt werden. Mögliche Anwendungsfelder für die Wiederverwendung der Kälteenergie sind Klimaanlagen, die Kühlung von Druckluftkompressoren oder die Kühlung von Prozesswasser, welches zur Herstellung der Getränke eingesetzt wird. Die Regelung des Prozesses läuft vollautomatisch.

Footprint
Besonderer Clou in Zeiten der Energiewende: Es handelt sich um einen nachhaltigen Ansatz, der den ökologischen Fußabdruck von Unternehmen und ihrem Produktportfolio deutlich verkleinern kann.

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