Direkt zum Inhalt

Wie durch Veredelung Funktionstextilien entstehen...

Ein spezieller Schutz vor Knittern oder Flecken? Imprägnierungen zum Schutz vor Nässe? Oder der bekannte Used-Effekt bei Jeans?

Berufs- oder Schutzkleidung für die Feuerwehr, Abdecktücher für Chirurgen, Outdoor-Kleidung für Freizeitsportler oder modisch ‘ausgewaschene’ Jeans für jedermann: Stoffe müssen, sollen und können heute mehr als einfach nur vernäht werden.

Für jede individuelle Anforderung entwickelt die RUDOLF GROUP die optimale Lösung. Das Unternehmen versteht sich als globaler Dienstleister und Serviceunternehmen für die gesamte Textilindustrie.

Weit über 500 Rohstoffe verarbeitet das Unternehmen zu über 700 unterschiedlichen Verkaufsprodukten.Im Fokus steht die kundengerechte Entwicklung neuer Textilhilfsmittel und Spezialchemikalien in den Bereichen Vorbehandlung, Färberei, Ausrüstung, Beschichtung, Digitaldruck, Textile After Care aber ebenso in der Bauchemie.

Zur Herstellung dieser besonderen Mittel sind oftmals VOC’s (Volatile Organic Compounds) als Lösemittel nötig. Und die müssen am Ende des Produktionsprozesses irgendwie wieder raus aus dem Abluftstrom… und zwar umweltfreundlich. Dabei hilft Air Liquide mit der passenden Lösung.

Bewährte Air Liquide-Technologie

Kryogene Abluftreinigung heißt das Zauberwort. Und Matthias Böckling, Anwendungsingenieur in der hauseigenen Innovationsschmiede ‘Air Liquide Technology Center’, erklärt, was dahinter steckt:

“Der mit den leicht flüchtigen Komponenten wie beispielsweise Lösungsmitteln behaftete Abluftstrom wird mit flüssigem Stickstoff (Siedepunkt -196°C) abgekühlt. Der besondere Clou dabei: Beim Verdampfen des flüssigen Stickstoffs wird zuerst das sogenannte Kreisgas abgekühlt. Dadurch wird eine Nebelbildung (Aerosole) wirksam vermieden, die bei direkter Kühlung des Rohgases mit flüssigem Stickstoff entstehen könnten.”

Erst danach wird das zu reinigende Rohgas mit dem Kreisgas abgekühlt.

Da der Stickstoff zu keiner Zeit mit dem Rohgas in Kontakt kommt, kann der gasförmige Stickstoff im Anschluss für weitere Prozesse - z.B. Inertisierungen - genutzt werden.

Die abgetrennten Lösemittel fallen als flüssiges Kondensat an und können dem Produktionsprozess wieder zugeführt, aufgereinigt oder entsorgt werden.

Für die RUDOLF GROUP ist dieser Ansatz eine Ideallösung - sie entspricht auch in höchstem Maße den hohen eigenen Ansprüchen des Unternehmens. “Wir denken Umweltschutz immer ganzheitlich”, so Christoph Andrée, Leiter Qualität, Umwelt, Sicherheit.

“Daher entwickeln wir ständig ökologisch nachhaltige Verfahren, beispielsweise für die Herstellung wasserabweisender Textilien. Und wir investieren in modernste Technologien zur Produktion und zum Umweltschutz, so wie die Cryo-Kondensationsanlage, die von Air Liquide bei uns erfolgreich installiert wurde. Eine ideale Lösung!”

so Christoph Andrée.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Durch die Wiederverwendung des verdampften, gasförmigen Stickstoffs in anderen Prozessen laufen die Betriebskosten der Anlage gegen Null.

Rudolf Group

RUDOLF GROUP

Seit über 90 Jahren wird RUDOLF in 4. Generation als Familienunternehmen südlich von München geführt. Aus dieser Tradition heraus entstand eine weltweit operierende Unternehmensgruppe mit über 1.300 Mitarbeitern, 20 Auslandsgesellschaften und ca. 30 Vertretungen.

Der Fokus liegt dabei auf Nachhaltigkeit, Umweltschutz und sozialer Verantwortung unter dem Motto: ‘Think global, act local.’

Bei allen RUDOLF-Produkten wird maximaler Aufwand betrieben, um zu gewährleisten, dass sie umweltverträglich sind. Das garantiert die Führungskultur im Unternehmen, die den Schutz von Mensch und Umwelt durch die Stärkung von Chemikalien-Managementsystemen, die Einbeziehung von Geschäftspartnern und die Berücksichtigung von Interessengruppen als einem Beitrag zur Nachhaltigkeit als oberste Priorität sieht.

Qualitätsmanagement und Zertifizierung gemäß DIN ISO 9001 und DIN ISO 14001 sind daher selbstverständlich. Das Unternehmen bietet OEKO-TEX Standard- und GOTS-konforme Produkte, hat sich der ZDHC (Zero Discharge of Hazardous Chemicals) verschrieben und ist ein bluesign-Systempartner.

Als Mitglied der chemischen Industrie ist das Unternehmen der freiwilligen Responsible Care-Initiative verpflichtet, die für verantwortungsvolles Handeln in den Bereichen Umwelt, Sicherheit und Gesundheit steht.